Finanzierung

Kein Geld im Sparstrumpf, trotzdem Velomobil fahren:

Finanzierung von Velomobilen

In der Anschaffung sind Velomobile im Vergleich zu den meisten Fahrrädern richtig teure Fahrzeuge, manche Automodelle sind selbst neu da schon billiger zu haben. Aber in der Benutzung sind die Velomobile unerreicht günstig, etwa 0,03€ pro Kilometer, wobei der Reifenverschleiß einen großen Anteil der Kosten verursacht. Im Vergleich zum Autofahren spart Velomobilfahren gut 0,30€ pro Kilometer, selbst das Zufußgehen ist mit 0,045€ je Kilometer teurer und viel langsamer. Wie aber anfangen mit Sparen, wenn noch nicht genug Geld gespart ist, um ein Velomobil zu kaufen?

Die erste Möglichkeit wäre, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Bei niedrigen Zinsen ist dies manchmal sogar ein attraktiver Weg, die späteren Raten lassen sich leichter durch die gesparten Kosten für den Treibstoff (Auto) bezahlen, oder mit der Ersparnis für die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr.

Die zweite Möglichkeit wäre Leasing, dies hat vor allem den Vorteil, dass eine preiswerte Versicherung eingeschlossen werden kann. Für Selbständige, die bei LEASERAD "Selbstständige" heißen (beides ist richtig), sind die Leasingraten voll steuerlich als Betriebsausgaben absetzbar und das Leasing schont die Liquidität.

Die dritte Möglichkeit besteht erst seit dem November 2012 und ist Jobrad-3D-auf-gruen-RGBfür Arbeitnehmer wohl die attraktivste Möglichkeit, ein Velomobil zu erwerben: Das Dienstwagenprivileg gilt inzwischen auch für Fahrräder und muss vom Arbeitnehmer nur nach der "1%-Regel" versteuert werden. Hier hilft der Staat dann sogar über eingesparte Steuern und Sozialabgaben deutlich mit. Im Prinzip kauft der Arbeitgeber das Velomobil für seinen Angestellten und stellt es ihm per Überlassungsvertrag zur vollen Verfügung, wobei der Arbeitgeber die monatlichen Leasingraten trägt, die wiederum voll steuerlich abzugsfähig sind. Da die Leasingraten vom Bruttogehalt abgezogen werden, ist die wirkliche Belastung für beide Seiten deutlich geringer. Oft ist es für Arbeitgeber auch viel attraktiver statt einer Lohnerhöhung eine Zusatzleistung wie ein Dienstfahrrad (Jobrad) zu gewähren oder zumindest zu bezuschussen.

 

Der Ablauf gestaltet sich etwa wie folgt:
Du hast einen klugen Arbeitgeber, der sofort erkannt hat, dass die Jobrad Geschichte eine Win-win-sache für beide Seiten ist. Wir machen ein Angebot für den Velomobiltraum, der sich nun erfüllen soll. Der Arbeitgeber macht mit Dir den Überlassungsvertrag und bestellt gleichzeitig das Velomobil mit dem Leasingvertrag bei Firma "Jobrad". Wenn das Velomobil dann fertiggestellt ist, müssen wir es zusammen überprüfen und Du dann eine Übergabeerklärung für Jobrad unterschreiben, dann läuft die Geschichte. Jobrad kann die Finanzierung und die Volkaskoversicherung natürlich auch nicht kostenlos machen, d.h. im Endeffekt muss schon etwas mehr bezahlt werden als für den direkten Kauf, über die eingesparten Steuern und vor allem die eingesparten Sozialabgaben rechnet sich die Sache aber auf jeden Fall, im Gegensatz zum reinen Leasing, da würde ein Kredit oft günstiger kommen. Ein  Hauptgewinner ist natürlich der Betrieb, weil er die eingesparten Sozialabgaben zusätzlich zur Reduktion des Bruttogehaltes als Vorteil verbuchen kann. Viele Betriebe übernehmen deshalb auch einen Teil der Leasingkosten, so dass der Bruttoabzug geringer ausfällt, manchmal muss dann als Gegenleistung Werbung auf das Fahrzeug.

Als nicht auf die Goldschale legbares Beispiel mal folgendes:
Das Leasing kostet 300,-€ im Monat, da der Abzug vom Bruttogehalt erfolgt, macht es beim ausgezahlten Nettogehalt evtl. nur 190,-€ aus, der Betrieb spart aber auch noch einmal etwa 130,-€ an Sozialabgaben, ohne dafür mehr zu tun, als die Abbuchung der Leasingraten zusätzlich zu verwalten. Oft wird deshalb das Jobrad auch statt einer Lohnerhöhung genommen, für den Arbeitnehmer hat es den vollen Nutzen, für den Arbeitgeber ist es aber die preiswertere Lösung, weil zur Lohnerhöhung auch noch zusätzlich Sozialabgaben hinzukommen würden.
Die Zahlen aber nicht für bare Münze nehmen, die Größenordnungen sollten stimmen, aber richtig rechnen kann man nur, wenn Gehalt, Steuerklasse, Krankenkasse,... bekannt ist. Ein klitzekleiner Nachteil soll aber auch nicht verschwiegen werden: Durch das reduzierte Bruttogehalt sind auch die Einzahlungen in die Rentenkasse geringer, wie stark sich das auf die spätere Rentenzahlung auswirken wird, hängt zum einen von der späteren Gesetzgebung ab (Mindestrente) und von dem Einzelfall.

Zum Ablauf: Der Betrieb muss den Vertrag über die Finanzierung mit Jobrad machen, der Betrieb und Jobrad bestellen bei uns das Velomobil, bei der Übergabe muss eine Übernahmeerklärung von Jobrad unterzeichnet werden und in der Folge bucht Jobrad 36 Monate die vereinbarte Leasingrate ab. Der Arbeitnehmer muss das Velomobil mit 1% des Neuwertes über die 36 Monate als geldwerten Vorteil versteuern, also nur 36% des Neuwertes und nicht 100%. Nach dieser Zeit besteht die Möglichkeit, das Velomobil für 10% des Neupreises von Jobrad zu erwerben. Da wäre man dumm, wenn man dies nicht machen wollte.

Wir schicken als erstes dann das Angebot zu.

 

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